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Beitritt

Wer dem "Förderverein Fördertürme Bergwerk Lohberg e.V" beitreten möchte, findet die Beitrittserklärung im .pdf-Format hier

Das Bergwerk

Nach mehreren Probebohrungen und Erwerb von mehreren Grubenfeldern sowie Grundstücken für die geplante Schachtanlage durch die Gewerkschaft Deutscher Kaiser, August Thyssen und Fritz Thyssen wurde durch einen notariellen Akt am 30. Dezember 1905 die Gewerkschaft Lohberg gegründet.
Der geplante Schachtstandort war bisher rein landwirtschaftlich geprägt, es gab keine Infrastruktur. Es mußte also zunächst eine Zechenbahn gebaut und eine Ziegelei errichtet werden. Der "Lohberg" im Norden der Gemeinde Hiesfeld lieferte nicht nur den nötigen Ton sondern auch den Namen für die Zeche und einen ganzen Hiesfelder (später Dinslakener) Stadtteil.
Die Teufarbeiten für die beiden Schächte begannen 1909. Bereits drei Jahre später konnte die erste Kohle für den Eigenverbrauch gefördert werden, 1914 begann die planmäßige Gewinnung.
1921 begann man mit dem Teufen von Schacht 3 nordöstlich von Lohberg. Hier sollte eine komplette Schachtanlage und zwei Schächte entstehen. Die unruhige politische Lage in der Weimarer Republik und die wirtschaftliche Situation verhinderten das Vorhaben, 1929 wurden alle bereits errichteten Anlagen zurückgebaut.
Während des 2. Weltkriegs wurde die Zeche über ihre Förderkapazität hinaus belastet, ohne daß notwendige Aus- und Vorrichtung sowie Modernisierung und Instandhaltung betrieben wurden. Daher gab es nach dem Krieg großen Nachholbedarf.
1955/56 begann mit dem Neubau des Schachtgerüstes von Schacht 2 der weithin sichtbare Ausbau Lohbergs zur Großschachtanlage. Durch die Umbauten verdoppelte sich die Förderkapazität von 4000t/Tag auf 8000t/Tag. Auch unter Tage mußte das Grubengebäude erweitert werden. Durch die Vergrößerung des Grubenfeldes wurde ein Frischwetterschacht erforderlich. Schacht 3 wurde von 1960 bis 1965 in Hünxe-Bruckhausen errichtet.
Durch diese umfangreichen Baumaßnahmen blieb im Grubenbetrieb kein Geld mehr für den Aufschluss von neuen Fördersohlen. Erst in den 1970er Jahren begann man mit dem Aufschluss der 5. Sohle, die mit ca. 1300m Teufe etwa 450m tiefer lag als die nächsthöhere 4. Sohle. Gleichzeitig wurde an Schacht 2 die zweite Skipförderung in Betrieb genommen. Dadurch stieg die Kapazität der Zeche auf 13000t/Tag. In den 1980er Jahren wurde Schacht 2 bis zur 5. Sohle tiefergeteuft. Im Baufeld Hünxe im Norden des Grubenfeldes beginnt der Bau des Schacht Hünxe. Dieser Schacht ist als komplette Außenschachtanlage mit Waschkaue, Kantine usw. geplant. Dazu kommt es jedoch nicht mehr: 1989 wird Lohberg mit dem Bergwerk Osterfeld zusammengelegt, die nächsten Jahre konzentriert sich der Abbau weiter südlich. Bis 1992 ist das Bergwerk Lohberg/Osterfeld mit 10 Tagesschächten, 7000 Beschäftigten und einer Jahresförderung von ca. 5.000.000t das größte Bergwerk im Ruhrgebiet.
Bis 1995 sind bis auf den Nordschacht alle ehem. Osterfelder Schächte verfüllt, 2000 wird auch der Schacht 3 in Hünxe-Bruckhausen abgeworfen. 2003 beschließt der Aufsichtsrat der DSK die Stilllegung des Bergwerks "bis 2007". Der Termin wird später vorgezogen auf den 30. Dezember 2005, also auf den Tag 100 Jahre nach Gründung der Gewerkschaft Lohberg. Am 30. Juni 2006 fahren nach Abschluss der Demontagearbeiten zum letzten Mal Bergleute in die Grube.

 

Rohbau Werkstatt und Teufgerüst 2
Bau Werkstatt und Teufgerüst Schacht 2 

Zechentor um 1917
Zechentor um 1917

Kriegsschaden Fördermaschine Schacht 2
Kriegsschaden Fördermaschine Schacht 2

Teufgerüst Schacht Hünxe
Teufgerüst Schacht Hünxe

Durchschlag OSLO-Strecke
Durchschlag OSLO-Strecke

(c) Bilder dieser Seite: RAG (3), unbekannt (2) 


Steinkohlen-Bergwerk in Zonguldak

Nach Plänen der RAG die neue Heimat der Lohberger Türme: Steinkohlebergwerk im türkischen Zonguldak